Österreich gehört zu den schönsten Radreiseländern Europas. Gut ausgebaute Wege, abwechslungsreiche Landschaften und Regionen, die man auf dem Rad wirklich kennenlernt. Wer einmal mit dem E-Bike durch das Salzburger Land oder entlang der Pielach gefahren ist, versteht sofort, warum diese Art zu reisen so beliebt geworden ist.
Aber bevor es losgeht, stellt sich eine praktische Frage: Lohnt es sich, ein E-Bike zu kaufen, oder ist Leihen die bessere Wahl?
Leihen macht Sinn, wenn man das E-Bike nur im Urlaub nutzt, noch unsicher ist, ob es das Richtige ist oder einfach kein eigenes Rad transportieren möchte. Viele Verleihstationen in Österreich haben gut gewartete Modelle, die Preise liegen meist zwischen 30 und 50 Euro pro Tag. Der Nachteil: Wer spontan fährt, hat oft Pech, denn in der Hauptsaison sind Leihräder schnell vergeben. Voranmeldung lohnt sich also.
Kaufen lohnt sich, wenn man das Rad regelmäßig nutzt, also nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag. Ein ordentliches E-Bike kostet ab rund 2.000 Euro, gute Mittelklasse-Modelle liegen bei 3.000 bis 4.000 Euro. Wer kaufen möchte, aber sparen will, sollte sich gebrauchte oder refurbished E-Bikes ansehen. Spezialisierte Anbieter verkaufen generalüberholte Räder mit geprüftem Akku und Garantie, oft bis zu 60 Prozent günstiger als neu. Wichtig beim Gebrauchtkauf: unbedingt auf den Akkuzustand achten, denn ein neuer Akku kann schnell 600 bis 1.000 Euro kosten.
Mitbringen oder vor Ort leihen? Wer mit der Bahn anreist, hat die Wahl. Die ÖBB transportiert Fahrräder im Zug, eine Voranmeldung ist besonders in der Hauptsaison empfehlenswert. Alternativ einfach am Zielort leihen und entspannt ankommen.
Das Berghotel Presslauer in Kreuth liegt mitten in einer der schönsten Radregionen Kärntens. Das Hotel hat zwei E-Bikes zum Verleih. Die Lage vom Hotel Presslauer ist großartig, einige Routen starten bereits direkt vor der Haustüre! Die Region rund um den Pressegger See und das Nassfeld bietet 45 markierte Routen und 11 Trails für jeden Anspruch.
Drei Routen, die sich besonders lohnen:
Der Steinschalerhof in Rabenstein liegt direkt an der Mariazellerbahn und ist damit einer der am besten per Bahn erreichbaren Naturidyll-Standorte überhaupt. Wer kein eigenes Rad hat, findet in der Region mehrere lokale Verleihmöglichkeiten. Das Mostviertel selbst empfiehlt sich besonders für alle, die es gemütlich angehen möchten: sanfte Hügel, kaum Verkehr, blühende Wiesen.
Tipp: Wer mehr als nur Radfahren sucht, ist hier ebenfalls richtig. Die Region bietet Wanderwege, Fliegenfischen, eine Fahrt mit der Mariazellerbahn und Naturschönheiten wie die Nixhöhle bei Frankenfels alles eingebettet in die typische Dirndltal Kulinarik rund um Wildkräuter und Dirndln.
Drei Routen, die sich besonders lohnen:
Wagrain ist ein echtes Radparadies. Das Naturhotel Edelweiss liegt mitten in der Region Wagrain-Kleinarl und ist gleichzeitig ein richtiges Mountainbikehotel: Neueste E-Bikes stehen gegen Verleihgebühr direkt im Hotel bereit, Mountainbikes ohne E-Antrieb können Hausgäste sogar kostenlos ausleihen. Von hier aus kann man direkt in alle Richtungen starten, entweder auf Touren jeder Schwierigkeitsstufe durch die umliegenden Almwiesen und Bergseen oder im neu errichteten Mountainbikepark Wagrain. Der Park erstreckt sich über 300 Höhenmeter und bietet einen Mix aus Trails, Jumps, Tables und Steilkurven, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene.
Drei Routen, die sich besonders lohnen:
Der Tschardakenhof in Lutzmannsburg ist BETT+BIKE-zertifiziert und hat E-Bikes direkt vor Ort, ein E-Bike pro Tag ist mit der Burgenland Card sogar kostenlos inklusive. Mit der Burgenland Card sind außerdem alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos, Bahn und Bike lassen sich hier also besonders gut kombinieren.
Drei Routen, die sich besonders lohnen:
Blaufränkischland-Runde – Durch Weinberge, an kleinen Teichen vorbei und durch beschauliche Ortschaften. Flach, entspannt und mit mehreren Möglichkeiten zur Weinverkostung unterwegs.
Radtour zur Therme Bük – Ein Ausflug über die ungarische Grenze, direkt bis zur Therme Bük, einer der größten Thermalanlagen der Region. Hin mit dem Rad, zurück erholt.
Draisinentour Blaufränkischland – Wer mal etwas anderes ausprobieren möchte: Entlang der romantischen Bahnstrecke durch das Mittelburgenland, mit Ausblicken auf Hügel und Weingärten.
Kann ich ein E-Bike im Zug mitnehmen?
Ja, die ÖBB erlaubt die Mitnahme von E-Bikes im Zug. Eine Voranmeldung ist empfehlenswert, besonders in der Hauptsaison. Wichtig: Der Akku muss während der Fahrt am E-Bike bleiben und darf im Zug nicht geladen werden. S-Pedelecs, also Räder mit Unterstützung über 25 km/h, sind generell nicht zur Mitnahme zugelassen. Am besten vorab die aktuellen Beförderungsbedingungen prüfen.
Wie weit komme ich mit einem E-Bike-Akku?
Das hängt stark vom Gelände, der Unterstützungsstufe und dem eigenen Einsatz ab. Im flachen Gelände mit moderater Unterstützung sind 80 bis 100 Kilometer realistisch. In bergigen Regionen mit hoher Unterstützung kann der Akku schon nach 40 bis 50 Kilometern leer sein. Lieber kürzer planen und Ladestationen vorab recherchieren.
Lohnt sich ein gebrauchtes E-Bike?
Ja, wenn man beim richtigen Anbieter kauft. Auf den Akkuzustand achten, am besten bei zertifizierten Händlern kaufen, die den Akku geprüft haben und Garantie geben. Private Käufe sind riskanter, können aber Schnäppchen sein, wenn man das Rad vorher testen kann.
Brauche ich einen Helm beim E-Bike-Fahren?
In Österreich ist für E-Bikes bis 25 km/h kein Helm vorgeschrieben, er wird aber dringend empfohlen. Für schnellere S-Pedelecs bis 45 km/h ist ein Helm Pflicht.
Welche Region eignet sich am besten für E-Bike-Einsteiger?
Das Burgenland und das Mostviertel sind ideal: flach bis sanft hügelig, kaum Verkehr, gut ausgeschildert. Kärnten und das Salzburger Land bieten mehr Abwechslung, verlangen aber auch mehr vom Akku.
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