Diesen Sommer sitzen wir fest im Sattel! Denn schließlich wissen wir alle, wie gesund und vor allem lustig Radfahren sein kann. Ganz nebenbei tun wir dabei natürlich auch der Natur noch etwas Gutes, wenn wir kurze Strecken mit dem Rad statt mit dem Auto zurücklegen. Damit du auch im Urlaub nicht auf den Fahrradspaß verzichten musst, haben wir heute vier Naturidyll Hotels für dich, bei denen ihr super Mountainbiken könnt! Aber was gilt es dabei eigentlich zu beachten? 

 

TIPP: Sicher dir als Erste/r die schönsten Naturangebote in unseren familiengeführten Hotels in Österreich.

Jetzt zum Online-Magazin anmelden!

 

 Mountainbiken im Sommer - was musst du beachten?

Richtige Ausrüstung 

In gute Ausrüstung zu investieren, zahlt sich beim Mountainbiken absolut aus. Dazu gehören ein gut sitzender Helm, eventuell eine Hose, die innen mit Sitzpolstern ausgestattet ist, sowie eine Regenjacke und Radhandschuhe. Sehr empfehlen können wir auch eine Brille mit Wechselgläsern, denn diese hat den Vorteil, dass man die Gläser austauschen kann und je nachdem ob man in der Sonne oder im Schatten fährt dunkle oder helle Gläser tragen kann. Überlege dir auch, ob du in spezielle Mountainbikeschuhe investieren willst. Je nachdem, ob ein Mountainbike Klickpedale oder Flatpedale hat, brauchst du Klickschuhe oder gewöhnliche Mountainbikeschuhe. Für Anfänger oder alle, die nicht oft fahren, reichen aber auch andere Schuhe mit gutem Profil völlig aus.  

 

Der Rucksack  

Um die Ausrüstung komplett zu machen, gehört natürlich auch ein Rucksack dazu. Bei diesem unbedingt die Gurte richtig einstellen, damit er gut sitzt und nicht rutscht. Von der Größe her reichen 20 Liter normalerweise aus. In den Rucksack sollte auf jeden Fall ein Erste-Hilfe-Set, bei längeren Ausflügen darf auch eine Jause nicht fehlen. Auf Snacks, die schwer im Magen liegen oder sehr fettig sind, solltest du beim sportlichen Radeln aber eher verzichten. Diese benötigen nämlich viel Energie zur Verdauung, die dir dann in den Beinen fehlt. Pack also am besten Müsliriegel, Nüsse oder eine Banane ein, um dich bei Kräften zu halten. Apropos Jaus, falls du inspiration benötigst für deine vegane Gipfeljause, dann schau gerne im passenden Beitrag vorbei: "Vegane Gipfeljause - 5 Snacks die in deinem Wanderrucksack nicht fehlen dürfen"

 

Schutz 

Das Erste-Hilfe-Set solltest du ja schon eingepackt haben. Im besten Fall musst du es aber bis zu deiner Rückkehr gar nicht erst auspacken. Damit auf deiner Fahrt nichts passiert, statte dich am besten mit Protektoren aus – vor allem bei den Knien und Ellenbogen, denn hier gibt es schnell einmal Kratzer. Übrigens: Auch in rechtlicher Hinsicht solltest du dich absichern. Darf man auf Forststraßen fahren? Wer haftet für einen Unfall? Idealerweise informierst du dich vorher, auf welchen Straßen ihr fahren dürft und für welche Wege ihr die Erlaubnis des Eigentümers braucht. 

 

Richtige Fahrtechnik  

Wenn es darum geht sicher anzukommen, zählen aber meistens nicht die Ausrüstung und der Schutz, sondern vor allem die richtige Fahrtechnik. Der Körperschwerpunkt sollte beim Mountainbiken über dem Tretlager, also ungefähr in der Mitte des Rades liegen. Die Knie und Arme solltest du leicht beugen. So schützt du dich vor unangenehmen Stößen bei Unebenheiten. Bergauffahren funktioniert am besten, wenn man ganz vorne am Sattel sitzt, den Oberkörper nach vorne lehnt und eventuell die Ellenbogen zu Beginn anwinkelt, um das Gleichgewicht besser zu halten.  

 

Bremsen und Bergauffahren 

Beim Bremsen ist es wichtig, beide Bremsen gleichzeitig zu benutzen und dabei das Gewicht leicht nach hinten unten zu verlagern, damit das Hinterrad nicht die Bodenhaftung verliert. Damit das gut möglich ist, solltest du den Sattel vor dem Bergabfahren etwas niedriger einstellen. Zum Schutz vor Stößen und um dein Gewicht besser verlagern zu können, hilft es auch, wenn du bei steilen Bergabfahrten vom Sattel aufstehst. Oft passieren Stürze auch, wenn man nicht weit genug nach vorne schaut. Richte deinen Blick daher am besten ein paar Meter nach vorne. Bei kurvigen Strecken ist es am sichersten, wenn du das Ende der nächsten Kurve anvisierst, da man automatisch immer dorthin lenkt, wo der Blick hingeht. 

 

Jetzt heißt es nur noch ab aufs Rad und in die Berge! Wir stellen dir vier Naturidyll Hotels mit den besten Mountainbike-Strecken vor: 

 

Trails und Touren – AlpenOase Sonnhof 

Das Naturidyll Hotel AlpenOase Sonnhof liegt in Saalbach Hinterglemm und damit nicht nur in einem echten Naturparadies sondern auch in der größten Bikeregion Österreichs. Dich erwarten Bike Trails, die von leicht (z. B. die Blue Line an) bis schwierig reichen. Für Anfänger ist z. B. die Blue Line an der Reiterkogelbahn gut geeignet, die zwar nicht allzu steil ist, aber trotzdem Wellen und kleine Sprünge bietet. Wer bereits Erfahrung hat, kann sich an die fAIRy-Linie am Schattberg wagen, die sich durch einen guten Flow und traumhafte Landschaft auszeichnet. Fortgeschrittene freuen sich über den Evil Eye Trail, der sich durch anspruchsvolle Drops, Wellen, Step Ups und Downs auszeichnet.  

Um die 400 km Radwege rund um die AlpenOase zu erkunden, vermittelt das Hotel Verleihräder und organisiert auf Wunsch auch einen Guide für eine Bike-Tour. Nur 600 Höhenmeter über der AlpenOase liegt auch der wildromantische Hochalm-Trail, der sich kurvig bis ins Tal schlängelt. Ein weiterer Top-Tipp für eine Bike-Tour ist die Panorama Alm und Wetterkreuz Runde – angenehmer Anstieg und unvergessliche Ausblicke inklusive. 

Mountainbiker auf der fAIRy Line in Saalbach

Biken durch traumhafte Landschaften in Saalbach Hinterglemm auf der fAIRy Linie | Foto: © saalbach.com, Daniel Roos

 

 

Auf der Milchstraße – Berghotel Presslauer 

Im Berghotel Presslauer stehen Radbegeisterten alle Wege offen! Denn mit den beiden E-Bikes, die man sich im Hotel ausleihen kann, werden selbst die umliegenden Wanderwege zu angenehmen Radstrecken. Alternativ lockt die „Bike World“ rund um den Pressegger See und im Nassfeld mit 45 markierten Routen und 11 Trails. Egal ob dir mehr nach einer kurzen einstündigen Fahrt auf der Brückenrunde Dellach ist, oder du dir die geballte Ladung Berge auf der über 4-stündigen D1 Jaukenalm-Tour geben willst – in der Region Nassfeld wirst du garantiert fündig! 

Neben den Downhill-Strecken gibt es auch familienfreundliche Radtouren und Trail-Kurse für Anfänger. Kurz gesagt, hier ist für jeden etwas dabei. Besonders schön ist die Karnische Milchstraße, die sich vom Wolayersee bis hin zum Weißensee erstreckt und die vielfältige Landschaft in Form von sieben „Sternbildern“ einfängt. Zu entdecken gibt es bereits den „Roten Planeten“, der die schöne rote Färbung von Almrausch, Sand- und Kalksteinen zwischen Waidegger Höhe und Rattendorfer Sattel wunderbar einfängt.  

 

Unterwegs mit einem der hauseigenen E-Bikes kannst du die Routen rund um das Berghotel Preßlauer noch einfacher entdecken. | ©Rastlos.gelöst

 

Sanftes Biken im Mostviertel – Steinschalerhof  

Wer steilen Abfahrten nichts abgewinnen kann, ist im Mostviertel genau richtig. Die sanfte Steigung kombiniert mit einer der schönsten Naturlandschaften Niederösterreichs machen eine Radtour hier zu einem unvergesslichen Erlebnis. Im Mostviertel, genauer gesagt im Pielachtal, liegt auch das Naturidyll Hotel Steinschalerhof. Nur 7 Minuten mit dem Rad entfernt, beginnt schon die erste Route „Dörfl auf der Eben“. Von Kirchberg geht es hier zum Dörfl auf der Eben (hier unbedingt den „Kirchbergblick“ genießen!) und nach Tradigist, bevor die Route nach etwa einer Stunde wieder zum Ausgangspunkt zurückführt.  

Ebenfalls vom Bahnhof Kirchberg ausgehend führt auch die Thalhof-Route vorbei an schönen Plätzen wie dem Pielachtalradweg, Schloss Kirchberg und der „Dirndloase“. Mit dem Auto erreicht man noch zahlreiche weitere lohnenswerte Touren im Mostviertel, sei es die Loicher Panoramarunde (der Name ist Programm!), die Mariazellerbahn-Strecke (taleinwärts als auch talauswärts möglich) oder die Hofstettnerberg-Runde. Familienfreundliche Radwege, urige Einkehrmöglichkeiten und natürlich tolle Ausblicke auf das Dirndltal (so wird das Pielachtal wegen der Dirndlsträucher auch genannt) warten auf die fleißigen Radler:innen! 

 

Nach der Radtour verwöhnt dich das Team vom Steinschalerhof mit hausgemachten Köstlichkeiten im schattigen Garten

 

Rennradstrecke trifft Mountainbike-Trail – Naturhotel Edelweiss 

Inmitten der Region Wagrain-Kleinarl liegt das idyllische Naturhotel Edelweiss Wagrain. Das bedeutet: Schöne Wanderstrecken und abenteuerliche oder entspannende Radrouten sind direkt vor der Haustür! Von der gemütlichen E-Bike-Route oder Rennradstrecke bis hin zu Straßenradtouren vorbei an malerischen Seen und grünen Wald- und Wiesenlandschaften gibt es hier alles was das Radler-Herz begehrt. Und natürlich kommen auch Mountainbiker nicht zu kurz, denn gut ausgebaute Trails, Gebirgsseen, Almhütten und atemberaubende Ausblicke belohnen für die teils steilen Strecken.  

Wie vielseitig die Landschaft rund um das Hotel Edelweiss ist, zeigt auch der Hirschleit-Trail in Kleinarl. Auf 300 Höhenmetern starten die Radler:innen zunächst auf einem gewöhnlichen Weg, danach geht es auf Almböden weiter und den Abschluss bildet ein Wurzelteppich, bei dem etwas Geschick und Können gefragt ist. Anfänger werden ihre Freude mit der Flying Mozart Runde haben. Gestartet wird in Wagrain, dann geht es direkt am Hotel Edelweiss vorbei, um den Daarmoossee herum und durch die Wälder bis zur Flying Mozart Mittelstation. Und dann heißt es gut festhalten, denn jetzt geht’s bergab!  

Rund um das Naturhotel Edelweiss Wagrain findest du ein echtes Paradies für Radfahrer:innen | © Naturhotel Edelweiss Wagrain

 

Bei so vielen tollen Radstrecken wissen wir gar nicht, wo wir als erstes hinfahren möchten. Downhill-Action am Reiterkogel, einmal zur Milchstraße, eine sanfte Kirchbergtour, eine Runde um den Daarmoossee… Naja, vielleicht müssen wir die Hotels einfach alle ausprobieren! 😉