Almsommer und das Läuten von Kuhglocken gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Denn was wäre diese wunderschöne Naturidylle und Bergwelt, ohne das Glockenläuten der sanften Riesen?

Sobald sich der Sommer ankündigt mit langen Tagen und warmen Nächten, treiben viel Bauern in Österreich ihr Vieh auf die umliegenden Almen. Das war schon immer so und wird sich so schnell auch nicht ändern, auch wenn die Weidetiere mittlerweile nicht mehr ganz so einen sanften Ruf haben…

Für uns Wanderbegeisterten und Hundebesitzer heißt das also, dass wir auch diesen Almsommer auf freilaufenden Kühen treffen werden. Aber das ist alles halb so schlimm, wenn man weiß, wie man sich in solchen Situationen zu verhalten hat. Klar, auch wir haben einen großen Respekt gegenüber den Kühen aber das gehört einfach dazu.

Umgang mit Kühen

Herzlich Willkommen auf der Alm. Wir Kühe freuen uns immer, wenn du uns auf dort oben besuchst und mit uns den schönen Tag in den Bergen verbringst. Aber bitte halte dich an diese sechs Regeln, damit wir beide den Tag auch wirklich genießen können.

 

1. Kühe sind keine Schmusetiere

Klar, die Tiere beobachten dich auch, jedoch viel lieber aus der Ferne. Halt also lieber ein wenig Abstand und betrachte uns aus der Distanz. Komm einfach nicht zu nahe und bitte versuche auch nicht die Tiere zu streicheln.

 

 

 

 2. Richtiger Umgang mit Hunden

Natürlich darf dein Vierbeiner mit auf die Alm und er kann auch gerne über die Weide der Rinder wandern. Beachte jedoch, dass du deinen Hund hier am besten an die kurze Leine nimmst. Sollten die Kühe dennoch unruhig werden und anfangen ihr Revier zu verteidigen, dann lass zu deiner eigenen Sicherheit und zur Sicherheit deines Hundes den Hund sofort von der Leine.

 

 

3. Vorsicht bei Jungtieren

So wie auch wir Menschen, passen auch Mutterkühe ganz besonders auf ihr Junges auf. Kommst du also auf eine Weide mit Kälbern, ist hier besondere Vorsicht geboten. Stelle dich niemals einer Mutter in den Weg, die ihr Kälbchen beschützen will. Am besten du machst einen großen Bogen um die Weidetiere.

 

 

 

4. Erschrecke die Tiere nicht

Auf der Alm ist es herrlich ruhig und genau so sind auch die Rinder im Normalfall. Erschrecke die Tiere bitte nicht, denn dann können sie schon einmal in Rage geraten. Sollte das passieren, dann verlasse schnellstmöglich das Weidegebiet – wer weiß, was den Tieren sonst noch einfällt.

 

 

 

5. Schließe immer alle Gatter

Der Bauer und die Bäuerin haben sich bestimmt Gedanken darüber gemacht, warum sie hier einen Zaun und aufgestellt haben. Bitte schließe immer alle Gatter, die du passierst. Kühe sind sehr neugierige Tiere und laufen sonst irgendwohin, wo sie nicht hin sollten. Das könnte für die Tiere sonst noch gefährlich werden.

 

 

 

 

6. Nicht Füttern

Die Tiere sind zwar zum Fressen auf der Alm, jedoch suchen sie sich ihr Futter schon selber aus. Bitte füttere die Tiere nicht. Immerhin wissen wir oft nicht, was gut für die Tiere ist… Der nächste Tierarzt ist dann erst weit unten im Tal.

 

 

 

Weidetiere bei den Naturidyll Hotels

Auch bei verschiedensten Wanderungen in den Bergen rund um die Naturidyll Hotels kannst du immer wieder auf Weidetiere treffen. Wenn du dich jedoch an die oben genannten Regeln hältst, dann passiert dir und deiner Familie nichts 🙂

Im Naturidyll Hotel Ronach mitten im Nationalpark Hohe Tauern, schauen die Kühe in den Morgenstunden auch gerne einmal direkt beim Hotel vorbei erzählt uns die Besitzerin Christine. „Sie haben in den letzten Jahren verstanden, dass sie unseren Haushund ein wenig ärgern können“ erzählt sie uns bei schallenden Gelächter. „Es ärgert unseren Hund immer ganz besonders, wenn sie gegenüber von der Eingangstür vom Hotel stehen… da würde er immer gerne den Boss raushängen lassen und läuft hin und her und bellt die Kühe an. Diese jedoch scheren sich gar nicht um ihn, bleiben einfach stehen und grasen in Ruhe weiter.“ Schnell hat die Familie von Christine den kleinen Witz von den Weidetieren verstanden – jetzt bleibt unser Hund eben im Haus, wenn die Tiere in der Früh vorbeiziehen.